Bronchitis

Bronchitis ist eine fiebrige Infektion der oberen Luftwege (Bronchien) mit Husten, grünem oder gelbem Auswurf und Erschöpfung. Besonders oft trifft es starke Raucher, weil deren Atemwege schon geschädigt sind.

Symptome

Eine akute Bronchitis entsteht meist wenige Tage nach dem Beginn einer Erkältung. Erstes Anzeichen ist meist ein schmerzhafter Husten, der häufig von Fieber begleitet ist. In manchen Fällen kommen auch Atembeschwerden hinzu. Verursacht wird eine Bronchitis meistens dadurch, dass Erkältungsviren die Bronchialschleimhaut befallen und dort Entzündungen und eine verstärkte Schleimproduktion bewirken. Nur selten sind Bakterien die Auslöser. Treten akute Bronchialerkrankungen zu häufig auf oder werden sie nicht komplett ausgeheilt, so kann sich daraus mit der Zeit eine chronische Bronchitis entwickeln. Diese äußert sich durch dieselben Symptome wie eine akute Bronchitis, kehrt aber immer häufiger zurück und kann schließlich zum Dauerhusten führen. Außerdem besteht durch die ständige Schwächung der Schleimhäute die Gefahr, dass sich eine bakterielle Lungenentzündung entwickelt. Eine chronische Bronchitis muss kontinuierlich von einem Arzt betreut werden.

Behandlung

Grundsätzlich gelten für eine Bronchitis dieselben Behandlungsmethoden wie bei gewöhnlichem Husten. Außerdem sind Brustwickel mit Quark bei einer Bronchitis wohltuend, denn sie wirken schleim- und krampflösend. Speziell für die Kombination von Fieber und Husten gibt es einen Heilkräutertee, der die damit verbundenen Beschwerden lindert und das Immunsystem unterstützt: Zwei Teile zerkleinerte Hagebutten, zwei Teile Lindenblüten, zwei Teile Spitzwegerichblätter, zwei Teile Huflattichblätter, zwei Teile Schachtelhalmkraut, ein Teil zerriebene Fenchelfrüchte, ein Teil Holunderblüten und ein Teil Thymiankraut vermischen. Einen Teelöffel davon mit einem Viertelliter Wasser überbrühen und 15 Minuten ziehen lassen. Nach Belieben mit Honig süßen.
Im Normalfall ist es bei einer akuten Bronchitis nicht erforderlich, Medikamente einzunehmen. In einigen Fällen kann allerdings eine medikamentöse Behandlung angebracht sein, um die Entstehung einer chronischen Bronchitis zu vermeiden. Die Behandlung einer Bronchitis erfolgt dann am besten mit einem Breitbandpenicillin (Amoxicillin®, Augmentan®). Viel zu trinken ist wichtig, denn durch Wasserzufuhr wird der Schleim flüssiger, was auch durch Inhalieren von warmer, feuchter Luft (Kamillendampfbad) erreicht werden kann. Außerdem muss mehrmals am Tag tief durchgeatmet werden, sonst droht schnell eine Lungenentzündung in der schlecht belüfteten Lunge. Eine Lungenentzündung lässt sich ebenso behandeln, zusätzlich ist jedoch Bettruhe einzuhalten. Hustenreizstillende Hustensäfte mit Codein dürfen nur gegeben werden, wenn kein Schleim produziert wird.

Wann zum Arzt?

Grundsätzlich sollten Sie mit einer Bronchitis zum Arzt gehen, wenn die Beschwerden nach zwei bis drei Tagen nicht von selbst nachlassen, Atembeschwerden hinzukommen, Fieber über 39 Grad Celsius auftritt oder wenn Sie Blut husten. Ebenfalls sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, wenn Sie mehr als einmal im Jahr an einer akuten Bronchitis erkranken.

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