Stromverletzungen

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Blitzschlag

Beim Blitzschlag werden unglaubliche Energien freigesetzt; die elektrische Spannung beträgt mehrere -zig-Millionen Volt. Vom Blitz getroffen, fließt der größte Teil der Blitzenergie über die Haut ab, was eine typische Verbrennungszeichnung auf der Haut hinterlässt. Wenn ein Mensch direkt vom Hauptblitz getroffen wird, bleibt nicht viel von ihm übrig. Normalerweise sind die Blitzverletzungen aber geringer, da nur ein Nebenstrom des Blitzes das Opfer trifft. Ein derart starker Strom durch den Körper bewirkt schwere Muskelkrämpfe und das Opfer kann einige Meter weit geschleudert werden. Anschließend ist es meistens besinnungslos oder möglicherweise kurzzeitig blind oder taub. Auf der Haut findet sich häufig eine farnblattartige, verzweigte Verbrennungsspur. Gefährlich für das Opfer ist, für eine gewisse Zeit wegen der Schockwirkung nicht atmen zu können und eventuell einen Herzstillstand zu erleiden. Wenn ein Mensch nach einem Blitzschlag gefunden wird und sich nicht mehr regt, unbedingt die Erste- Hilfemaßnahmen durchführen:
  1. Freihalten der Atemwege und Beatmung durchführen
  2. den Kreislauf aufrechterhalten, ggf. durch Herzmassage.
In gar nicht so seltenen Fällen kommt der Betroffene nach einer halben Stunde wieder zu sich und erholt sich erstaunlich schnell. Trotzdem muss der Be- und Getroffene anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden.

Vorbeugung

Die Wahrscheinlichkeit, durch Blitzschlag verletzt zu werden, ist gering. Durch einige Verhaltensmaßregeln lässt sie sich weiter verringern: Bei Gefahr eines Gewitters nicht im Freien aufhalten. Wird man von einem Gewitter überrascht, sucht man möglichst schnell eine Unterkunft. Guten Schutz bieten elektrisch leitende Käfige wie Autos oder auch große Gebäude. Zelte und Autos mit Stoffdach schützen schlecht. Von Fenstern, offenen Türen, Feuerstellen und metallenen Leitungen hält man sich besser fern. Blitze schlagen am liebsten in erhöhte Gegenstände ein, wie Hügel, einzeln stehende hohe Bäume, Skilifte und Strommasten. Draußen auf keinen Fall einen Blitzableiter wie Angelrute oder Golfschläger tragen. Buchen suchen, Eichen weichen und dergleichen Bauernregeln taugen nicht. Stattdessen im Wald sich in der Nähe der kleineren Bäume aufhalten, im freien Gelände Hügel, besonders Hügelspitzen, vermeiden. Auf offenem, flachem Land begibt man sich an eine möglichst tief gelegene, ebene Stelle und bleibt nicht aufrecht stehen, sondern kauert sich hin. Auch Blitze sind träge: sie suchen sich immer die ihnen himmelwärts am nächsten liegende Stelle zum Einschlagen. Im Wasser sollte man sich während Blitzschlaggefahr nicht aufhalten, denn Wasser leitet Strom. Ein Nebenstrom kann durch den Körper fließen und zu ernsthaften Verletzungen und Verbrennungen führen. Gruppen sollten sich nach Möglichkeit trennen, damit es nicht alle auf einmal trifft.

Stromverletzung durch niedrige Spannungen (unter 1000 Volt)

Symptome

Der Verletzte steht eventuell noch unter dem Einfluss des Schreckens. Häufig entsteht ein Kreislaufstillstand mit sofortiger Bewusstlosigkeit durch Herzkammerflimmern.

Behandlung

Den Stromfluss unterbrechen (Sicherung herausdrehen, Stecker ziehen). Ist dies nicht möglich, den Verletzten nicht direkt anfassen, sondern mit nichtleitenden Geräten (z.B. trockener Besenstiel) von den stromführenden Teilen entfernen. Bei Herzstillstand ist die sofortige Herzmassage und künstliche Beatmung die einzige Aussicht auf Rettung.

Stromverletzungen durch Hochspannung (über 1000 Volt)

Symptome

Benommenheit und Bewusstlosigkeit mit rückwirkendem Gedächtnisverlust. Während der Stromeinwirkung verkrampfen sich die Muskeln der Extremitäten und der Brustwand. An der Ein- und Austrittsstelle des Stroms entstehen oft Verbrennungen. Außerdem besteht häufig ein Schock. Mögliche Folgeverletzungen sind Muskelrisse und Knochenbrüche durch die plötzliche extreme Muskelanspannung. Auch innere Verbrennungen und Schädigung des Herzmuskels bis hin zum Herzstillstand führen zu weitreichenden Komplikationen.

Behandlung

Zunächst muss die Stromzufuhr unterbrochen werden, auch um die Helfer zu schützen. Anschließend mit der Wiederbelebung beginnen. Der Verletzte soll im Liegen in das nächste Krankenhaus gebracht werden.

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