Wintermüdigkeit

Wenn es draußen dunkel und ungemütlich kalt ist, wächst das Bedürfnis, sich zu Hause unter eine warme Decke zu kuscheln. Aber: Gemütlichkeit und Trägheit, das sind zweierlei. Wenn man nur noch schlapp auf dem Sofa hängt und sich zu nichts mehr überwinden kann, hat das mit Gemütlichkeit nichts mehr zu tun. Auch wenn es zu Anfang schwerfällt: Raffen Sie sich auf und werden Sie aktiv! So bekommen Sie nicht nur die Müdigkeit und Lustlosigkeit in den Griff, sondern Sie tun sich und Ihrem Körper auch noch etwas Gutes.

Frische Luft

Frische Luft tut Körper und Seele gut. Es gibt sie rezeptfrei, ohne Zuzahlung und ganz natürlich. In der klaren, sauberen Winterluft kann der Körper viel Sauerstoff tanken und sich von der stickigen und trockenen Zimmerluft erholen. Auch die Lethargie und Müdigkeit lassen sich so in den Griff bekommen, denn schon ein kurzer Spaziergang an der klaren Luft belebt und macht munter. Außerdem dankt es Ihnen auch Ihr Immunsystem, wenn Sie die warme Wohnung täglich einmal verlassen und sich der frostigen Kälte aussetzen. Denn dadurch wird die körpereigene Abwehr gestärkt und lässt sich nicht mehr von jedem dahergelaufenen Erkältungsvirus ins Wanken bringen. Sie haben eigentlich keine Zeit zum Spazierengehen? Lassen Sie das nächste Mal doch einfach das Auto stehen, wenn Sie einen Brief zur Post bringen müssen oder zum Bäcker wollen. Lassen Sie den Hund sein Geschäft nicht direkt vor der Haustür verrichten, während Sie im Windschatten unter dem Vordach stehen, sondern gehen Sie einmal um den Block. Das dauert ein paar Minuten länger, zahlt sich aber für Hund und Herrchen aus: Wenn Sie erfrischt und munter wiederkommen, geht Ihnen die noch anstehende Arbeit zu Hause viel schneller von der Hand. Und wer partout keine Zeit findet, der kann zumindest in den Werbepausen des Abendspielfilms auf den Balkon hinaustreten und ein paar Minuten lang tief durchatmen, anstatt gelangweilt durch die TV-Kanäle zu zappen. Auch wenn Sie berufstätig sind und den ganzen Tag im Büro verbringen, gibt es Möglichkeiten, zwischendurch frische Luft zu tanken. Steigen Sie auf dem Weg zur Arbeit einfach eine Haltestelle früher aus und gehen Sie den Rest des Weges zu Fuss. So können Sie den Arbeitstag schon viel munterer und ausgeglichener beginnen. Lassen Sie ruhig auch von Zeit zu Zeit einmal das Kantinenessen stehen und laufen Sie zu einem Bistro in der Nähe. Vielleicht gesellen sich ja auch noch ein paar nette Kollegen hinzu, mit denen Sie anschließend gemeinsam noch einen kleinen Verdauungsspaziergang machen können. Nach einem solchen Mittagessen gehen Sie garantiert fit und gestärkt in die zweite Tageshälfte.

Sport

Sport ist der Müdigkeits-Killer schlechthin. Er bringt den Kreislauf auf Trab, kurbelt den Stoffwechsel an und mobilisiert das Immunsystem. Außerdem vertreibt Bewegung Niedergeschlagenheit, baut Stress und Spannungen ab und macht gute Laune – genau das, was Ihnen im Winter gut tut. Erinnern Sie sich noch an dieses wundervolle Körpergefühl, damals, als Sie Sport getrieben hatten? Dieses Gefühl, nach dem Training erschöpft, aber glücklich und zufrieden zu sein? Das liegt an der erhöhten Produktion von Botenstoffen und Hormonen. So steigt beim Sport beispielsweise die Konzentration der Endorphine (das sind die sogenannten Glückshormone), ebenso wie die des Botenstoffs Serotonin, an dem es im Winter oft mangelt. Eine Extra-Dosis kommt daher gerade in dieser Jahreszeit besonders gelegen. Und ein Schuss des Hormons Adrenalin sorgt im übrigen dafür, dass Sie wieder Antrieb und Motivation verspüren. Wie wäre es also mit einem schwungvollen Fitnessprogramm, um der Wintermüdigkeit und Melancholie zu trotzen? Ganz gleich, ob Sie lieber allein durch den Wald joggen, im Fitness-Studio ins Schwitzen kommen oder Squash spielen gehen – mindestens einmal pro Woche sollten Sie sich die Zeit nehmen, sich und ihren Körper so richtig auf Trab zu bringen. Die Mühe zahlt sich aus, denn schon nach kurzer Zeit werden Sie wieder schwungvoll und mit vollem Elan in den Tag gehen können. Allerdings ist Sport nur solange gesund und fördert ein starkes Immunsystem, wie er in Maßen betrieben wird. Wer übertreibt und ständig an seine Belastungsgrenze geht, kann Infekte sogar fördern. Lassen Sie also den Leistungssport links liegen und trainieren Sie lieber nicht so heftig, dafür aber gesünder. Und wenn nicht die Leistung, sondern die Freude an der Bewegung und an der Geselligkeit im Vordergrund steht, macht Sport sowieso viel mehr Spaß.

Alltagstipps

Auch im Alltag gibt es viele Möglichkeiten, mit ein wenig Bewegung etwas für seine Gesundheit zu tun:
  • Schon fünf bis zehn Minuten sanfte Gymnastik am Morgen – möglichst am offenen Fenster – machen munter und geben Schwung für den Tag.
  • Benutzen Sie stets die Treppe statt des Aufzugs. Das hält fit und stärkt die Abwehrkräfte.
  • Lassen Sie für kürzere Strecken das Auto stehen. Fahren Sie statt dessen mit dem Rad oder gehen Sie zu Fuß. So bewegen Sie sich nicht nur, sondern können auch die frische Luft genießen.

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